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1. Dezember 2016
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Grenzübergangstelle Drewitz", "Kontrollpunkt Dreilinden" oder "Checkpoint Bravo”. Diese Begriffe stehen für jenes Nadelöhr, durch das der Reisende während Zeiten der Trennung der beiden deutschen Staaten fahren musste, wenn er über die Transitautobahn von Helmstedt nach West-Berlin gelangen wollten. Inmitten des ehemaligen größten Grenzübergangs zwischen zwischen DDR und BRD lag die Raststätte Dreilinden. Das knallrote Pop-Art Ensemble bestehend aus zwei Tankstellen und einer Raststätte war für jeden Reisenden, der aus der tristen DDR kam ein Zeichen: Endlich wieder Farbe, man ist zuhause im Westen. Dabei brauchte keiner an dieser Stelle eine Raststätte: Wer aus Westberlin weg fuhr, hatte in der Regel gerade erst gefrühstückt, wer zurück kam, war froh, wenn er schnell nach Hause konnte. Und so wurde der Betrieb bereits ein Dreivierteljahr nach der Eröffnung wieder eingestellt. Die Nutzung der vom Architekten Rainer G. Rümmler konzipierten Anlage war offensichtlich sekundär und so diente sie vielmehr als ein Symbol gegen den tristen Sozialismuslook auf der anderen Seite. Die Raststätte wurde 1971 nach Unterzeichnung des Transitabkommens zwischen der DDR und der BRD in zwei Jahren erbaut und erinnert noch heute an einen der wichtigsten Orte der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Rastplatz Dreilinden Berlin

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